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Bernina Express überquert die Schweizer Alpen
🚆 UNESCO-Welterberoute

Bernina Express Reiseführer

Von den Gletschern der Schweizer Alpen bis zu den Palmen von Tirano — eine Reise auf einer der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt.

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🚂
Strecke
St. Moritz / Chur ↔ Tirano
⏱️
Dauer
~4 Std. (St. Moritz) / ~4,5 Std. (Chur)
⛰️
Höchster Punkt
2.253 m — Ospizio Bernina
🌍
UNESCO
Weltkulturerbe seit 2008
📅
Verkehr
Ganzjährig, täglich

Was ist der Bernina Express?

Der Bernina Express ist ein Panoramazug der Rhätischen Bahn (RhB), der ohne Zahnstangensystem die Alpen zwischen der Schweiz und Italien überquert — ein technisches Meisterwerk, das ihm zusammen mit der Albulalinie 2008 den Status als UNESCO-Weltkulturerbe einbrachte.

Die Strecke verbindet Chur oder St. Moritz in der Schweiz mit Tirano in Norditalien über den Berninapass (2.253 m). Die gesamte Fahrt ab Chur dauert etwa 4,5 Stunden, ab St. Moritz rund 4 Stunden. Unterwegs überwindet der Zug fast 2.000 Höhenmeter — von einer winterlichen Alpenlandschaft bis hinunter in die üppigen Täler des Veltlins.

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GetYourGuide bietet Bernina-Express-Tagesausflüge und geführte Erlebnisse mit sofortiger Bestätigung an. Hinweis: Wenn Sie bereits einen Swiss Travel Pass besitzen, muss die Sitzplatzreservierung direkt bei der Bahngesellschaft gebucht werden — fragen Sie den Verkäufer Ihres Passes nach den Details.

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Die Strecke, Abschnitt für Abschnitt

Die Reise verläuft in zwei deutlich unterschiedlichen Phasen, jede mit ihrem eigenen Charakter.

Chur oder St. Moritz → Ospizio Bernina (Anstieg)

Wer in Chur startet, folgt zunächst der Albulalinie durch dramatische Schluchten und Kehrtunnel, bevor St. Moritz erreicht wird. Ab St. Moritz beginnt der Bernina-Abschnitt. Der Zug steigt stetig durch das Oberengadin, vorbei an Seen wie dem Lej da Champfèr und dem Lej Nair, bis hinauf zur Gletscherlandschaft bei Pontresina. Oberhalb von Pontresina erscheint rechts die weiße Fläche des Morteratschgletschers — einer der eindrucksvollsten Ausblicke der gesamten Fahrt. Der Zug fährt weiter nach Alp Grüm (2.091 m), wo er kurz hält und Fahrgäste oft aussteigen, um die Aussicht auf den Palügletscher zu genießen.

Ospizio Bernina → Tirano (Abstieg)

Nach Ospizio Bernina, dem höchsten Punkt, beginnt die Landschaft sich dramatisch zu verändern. Der Zug fährt durch felsiges Hochland hinab nach Poschiavo, einem charmanten italienischsprachigen Schweizer Dorf. Südlich von Poschiavo liegt das berühmteste technische Bauwerk der Strecke: das Kreisviadukt von Brusio, ein offenes Rundviadukt, das eine 360°-Schleife beschreibt, um Höhe abzubauen — eines der meistfotografierten Bahnbauwerke der Welt. Danach verwandelt sich die Landschaft rasch in Weinberge und mediterrane Vegetation, bevor der Zug die Grenze nach Italien überquert und in Tirano ankommt.

Wichtige Haltestellen unterwegs

Streckenkarte & Höhenprofil des Bernina Express

Der Bernina Express überwindet fast 1.800 Meter Abstieg von seinem höchsten Punkt bis nach Tirano — eine der steilsten Zahnstangen-freien Bahnabfahrten der Welt. Die Grafik unten zeigt das vollständige Höhenprofil von St. Moritz nach Tirano mit allen wichtigen Haltestellen.

2000m 1500m 1000m 500m 🇨🇭 CH IT 🇮🇹 St. Moritz 1,822m Pontresina 1,805m Morteratsch 1,896m Ospizio Bernina ★ 2,253m Alp Grüm 2,091m Poschiavo 1,014m Brusio 🌀 Spirale Tirano 441m

Haupt-Haltestellen des Bernina Express

StationHöheLandHighlight
St. Moritz1.822 m🇨🇭 SchweizStart des Panoramabereichs
Pontresina1.805 m🇨🇭 SchweizZugang zu Gletscher & Diavolezza
Morteratsch1.896 m🇨🇭 SchweizMorteratschgletscher-Wanderweg
Ospizio Bernina2.253 m🇨🇭 SchweizHöchster Bahnhof der Alpenüberquerung
Alp Grüm2.091 m🇨🇭 SchweizAussichtsterrasse mit Gletscherblick
Poschiavo1.014 m🇨🇭 SchweizItalienisch sprechendes Engadiner Dorf
Brusio780 m🇨🇭 SchweizBerühmtes Kreisviadukt
Tirano441 m🇮🇹 ItalienEndstation & Altstadt

Auf welcher Seite sitzen?

Für den besten Blick empfehlen viele Reisende auf der Fahrt von St. Moritz nach Tirano einen Platz auf der rechten Seite und auf dem Rückweg auf der linken Seite. So haben Sie in beiden Richtungen die beste Sicht auf die Gletscher und die Talseite.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie den Abschnitt Chur → St. Moritz über die Albulalinie mit einplanen, wechseln Sie die Seite — zum Beispiel die Fahrt in Richtung Süden auf der linken Seite starten und nach St. Moritz die rechte Seite wählen, um den Bernina-Abschnitt optimal zu sehen. Viele Sonderwägen haben außerdem ein Schiebedach (Panoramadach) — wenn Sie ein Fenster zum Öffnen möchten, buchen Sie den weiterführenden Zug über die Regionalbahnen, der reguläre Bernina Express ist hermetisch abgedichtet.

Beste Reisezeit

Die Strecke verläuft ganzjährig, und jede Jahreszeit bietet einen einzigartigen Blick:

Es ist üblich, den gleichen Tag hin- und zurück zu fahren — die Strecke ist zu beiden Seiten gleich sehenswert, und die Fahrpläne sind in beiden Richtungen gut aufeinander abgestimmt.

Praktische Informationen

🎟️ Tickets & Reservierung

Der Bernina Express besteht aus Panoramazügen mit Sitzplatzreservierungspflicht, und die Plätze sind weit im Voraus ausgebucht — vor allem während der Sommersaison. Sie können Tickets und Touren ab dem buchungsfähigen Tag (in der Regel 60 bis 92 Tage vorher) reservieren.

Sitzplatzreservierungspflicht — auch wenn Sie einen Swiss Travel Pass oder Eurail-Pass haben. Abhängig von der Verfügbarkeit sind Reservierungen bis zu 2 Monate im Voraus möglich. Ohne Reservierung können Sie den Zug nicht besteigen.

Praktisch ist es, den regionalen Regio Express (Bernina Express) ohne Reservierungspflicht zu nehmen, der von St. Moritz abfährt. Sie können sich dann einen Platz aussuchen und nach Belieben aussteigen, aber die Strecke wird nicht mit privilegiertem Blick genutzt.

Andere Streckenoptionen über GetYourGuide

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🗺️ Anreise zu den Startpunkten

Der Bernina Express startet in Chur oder St. Moritz. Von Mailand dauert die Fahrt nach Tirano (Endstation) ca. 2,5 Stunden, von Zürich ca. 3 Stunden nach Chur. Von Genf planen Sie mindestens 3,5 Stunden bis Chur ein.

Viele Reisende kombinieren den Bernina Express mit einem Tagesaufenthalt in Mailand oder mit einer Alpenreise über Zürich oder Zermatt — so entstehen bequeme Rundreisen.

🔄 Hin & zurück oder nur einfach?

Die meisten Reisenden nehmen den Bernina Express hin und zurück. Die Strecke ist auf beiden Seiten gleich sehenswert, und die Fahrpläne sind in beide Richtungen gut aufeinander abgestimmt. Wenn Sie also den Rückweg mit dem Zug planen, ist das eine gute Option.

Häufig gestellte Fragen

Das hängt davon ab, wie Sie buchen. Beim offiziellen Bernina-Express-Panoramazug ist eine Sitzplatzreservierung Pflicht und Ihr konkreter Sitzplatz wird zugewiesen. Wenn Sie einen geführten Tagesausflug oder ein Erlebnis über eine Plattform wie GetYourGuide buchen, prüfen Sie die Bestätigung — einige Pakete enthalten einen reservierten Panorama-Sitzplatz, andere nutzen reguläre Regionalzüge ohne Reservierung. Lesen Sie immer die Bedingungen Ihres Kaufs.

Der Swiss Travel Pass deckt den Grundfahrpreis auf dem Bernina Express ab — aber nur, wenn Sie direkt über die offizielle Website der RhB oder SBB buchen. Sie zahlen trotzdem einen Reservierungszuschlag (CHF 14–25). Wenn Sie über GetYourGuide oder eine andere Drittplattform buchen, gilt der Swiss Travel Pass nicht, weil diese Pakete ihr eigenes Ticket enthalten. Prüfen Sie bei Unsicherheit Ihre Buchungsbestätigung.

Das hängt von Ihrem Einstieg ab. Von St. Moritz nach Tirano: ca. 4 Stunden. Von Chur (inklusive Albulalinie): ca. 4,5 Stunden. Wenn Sie an einer geführten Tour teilnehmen, die in Mailand startet und zuerst mit dem Bus nach Tirano fährt, wird Ihr ganzer Tag deutlich länger — prüfen Sie die Route Ihres konkreten Erlebnisses. Die Zeiten können je nach Saison leicht variieren.

Das hängt von Ihrem Tickettyp ab. Mit einem normalen Punkt-zu-Punkt-Ticket oder einem Rail-Pass können Sie die Reise grundsätzlich an jeder Station unterbrechen und mit einem späteren Zug fortsetzen (Sie bräuchten dann eine neue Sitzplatzreservierung für die nächste Bernina-Express-Leistung). Wenn Sie eine geführte Tour oder ein Pauschalpaket gekauft haben, gehört ein eigenständiges Aussteigen oft nicht zur Route — prüfen Sie vor der Planung von Zwischenstopps Ihre Buchungsbedingungen.

Der reguläre Bernina-Express-Panoramazug hat einen Minibar-Wagen (Snacks, Sandwiches, Getränke). Es gibt keinen vollwertigen Speisewagen. Einige geführte Touren beinhalten eine Mittagspause in Poschiavo oder Tirano — prüfen Sie die Details Ihres konkreten Erlebnisses. Die Station Alp Grüm hat außerdem ein kleines Restaurant, bei dem die Züge kurz halten.

Die Strecke ist in jeder Jahreszeit malerisch, aber jede hat ihren Charakter. Der Sommer (Juni–September) ist am beliebtesten: kräftige Gletscher, türkisfarbene Seen, Alpenblumen — und die größte Nachfrage nach Sitzplätzen. Der Herbst (Oktober) bringt weniger Andrang und goldene Lärchen. Der Winter ist bei Schnee magisch, kann aber wetterbedingte Verspätungen mit sich bringen. Der Frühling ist die ruhigste Zeit mit guter Verfügbarkeit. Wenn Sie flexibel sind, bieten die Nebensaisons (Mai oder Oktober) ein gutes Gleichgewicht aus Landschaft und Verfügbarkeit.

Der Bernina Express überquert die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Beide Länder gehören zum Schengen-Raum, normalerweise gibt es also keine Passkontrollen an Bord. Wenn Sie jedoch Staatsbürger eines Nicht-EU/Nicht-EWR-Landes sind, sollten Sie beim Überqueren internationaler Grenzen immer Ihren Reisepass dabei haben, auch innerhalb des Schengen-Raums. Prüfen Sie die Einreisebestimmungen für die Schweiz und Italien in Bezug auf Ihre Staatsangehörigkeit vor der Reise.

Die Reise überwindet fast 2.000 Höhenmeter — von den Schweizer Alpen bis ins italienische Tal von Tirano. Wenn Sie an einem kühlen Morgen in St. Moritz (1.822 m) starten, kann es bei der Ankunft in Tirano deutlich wärmer sein. Ziehen Sie sich in Schichten an. Der Gepäckraum in den Panoramawagen ist begrenzt — große Koffer sind schwer zu handhaben. Für Fotos hilft ein Linsentuch gegen Fensterspiegelung, und ein Weitwinkel eignet sich gut für die Panorama-Ausblicke.

Der Bernina Express hat an einigen kleineren Zwischenstationen eine eingeschränkte Barrierefreiheit. Die Panoramawagen ermöglichen an Hauptbahnhöfen einen stufenfreien Einstieg. Wenn Sie Mobilitätseinschränkungen haben, prüfen Sie die Bedingungen Ihrer konkreten Buchung und wenden Sie sich an den Verkäufer Ihres Tickets — ob GetYourGuide, ein Reisebüro oder den Bahnbetreiber direkt — um zu bestätigen, was auf Ihrer Reise möglich ist.